Willibrord Kapelle
Willibrord Kapelle- Ein Sakralbau als Ort der Erinnerung
Die Willibrord-Kapelle in Krems ist ein schlichter, aber geschichtsträchtiger Sakralbau unweit des Steiner Tors. Sie wurde im Jahr 1671 errichtet und diente über mehrere Jahrhunderte als Friedhofskapelle eines umliegenden Begräbnisplatzes, der bis 1903 bestand.
Der Bau ist bewusst einfach gehalten: ein länglicher Saalbau mit Satteldach, kleinen Lünettenfenstern und einem Dachreiter, dessen achteckiger Aufsatz mit rundbogigen Schallfenstern von einem Pyramidenhelm bekrönt wird. Über dem Giebel erinnert ein Medaillon an den heiligen Willibrord, den ersten Erzbischof von Utrecht und Namenspatron der Kapelle.
Im Inneren spannt sich über dem Raum eine Stichkappentonne, die dem schlichten Sakralraum eine ruhige, geschlossene Wirkung verleiht. Die Kapelle liegt heute mitten im Stadtgebiet, bewahrt jedoch noch immer die Atmosphäre eines kleinen Andachtsortes am Rand der alten Stadt.
Seit 1947 wird die Kapelle von der Altkatholischen Kirche Österreichs genutzt und dient der altkatholischen Kirchengemeinde Krems–St. Pölten als Gottesdienststätte. Die Gemeinde selbst entwickelte sich aus einer Expositur des Wiener Pfarramtes St. Salvator, deren erste Gottesdienste in Krems bereits 1929 abgehalten wurden.
Heute ist die Willibrord-Kapelle ein kleiner, oft übersehener Erinnerungsort: ein Zeugnis der religiösen Vielfalt der Stadt Krems und ein stiller Platz der Einkehr in unmittelbarer Nähe der historischen Altstadt.
So reisen Sie öffentlich an:
- Mittels der Bahn bis Krems Bahnhof
- Mit dem Stadtbus 6 und 2 bis Station Dreifaltigkeitsplatz
- Mit der Wachaubahn bis Krems Bahnhof
- Mit dem Stadtbus 4 und 1 bis zur Station Steiner Tor
Döllingerpark 1 3500 Krems
[mobil] +43 676 7069220
thomas.leinwather@altkatholiken.at
https://altkatholiken.at/kg-krems/
Vikar Dr. Thomas Leinwather, MTh Seelsorger der Altkatholischen Kirchengemeinde Krems - St. Pölten
